Koliken: Ursachen und Behandlung

kolik

Eine Kolik äußert sich über starke, krampfartige Leibschmerzen, die vornehmlich in Hohlorgangen wie Galle, Nieren oder Darm entstehen. Dies bezüglich wird zwischen der Gallen-, Nieren- und Darmkolik unterschieden. Die Schmerzen ähneln einem Wellengang, da sich das betroffene Organ immer wieder zusammenzieht (Kontraktion) und löst. Der Schmerz geht meist mit weiteren Symptomen einher. Diese können aus Schweißausbrüchen, Brechreiz, Erbrechen oder einem Kreislaufkollaps bestehen.

Besonders Neugeborene und Kleinkinder sind für eine Kolik anfällig. Etwa zehn bis zwanzig Prozent der Neugeborenen erkranken zwischen der zweiten und vierten Woche nach der Geburt an der so genannten Dreimonatskolik. Der Name leitet sich davon ab, dass diese Form der Kolik meist nach dem dritten Lebensmonat abklingt. Die Kolik tritt typischerweise nach dem Füttern auf. Das Kind kann beim Trinken zu viel Luft verschluckt haben oder reagiert allergisch. Das Kleinkind äußert sich seine Schmerzen über sehr laute Schreiphasen. Ein aufgeblähter Bauch und das Zusammenziehen des kleinen Körpers sowie die kalte Füßchen deuten auf eine Kolik hin.

Die Ursachen für eine Kolik liegen meist in der Ernährung. Bei Kleinkindern kann es auch daran liegen, dass die Darmflora noch nicht voll entwickelt ist und somit nicht richtig verdaut werden kann.

Allergien wie die Milcheiweißallergie oder eine Laktoseintoleranz (Unverträglichkeit von Milchzucker) können ebenfalls zur Kolik führen. Ebenso wie psychische Anspannungen. Stillende Mütter sollten darauf achten, dass das Kind in einer ruhigen Atmosphäre gefüttert wird. Darüber hinaus sollten Stillende auf ihre Ernährung achten, denn ein Baby verträgt nicht alles, was die Mutter verträgt. Einige Gemüsesorten wie z. B. Zwiebeln oder Kohl bedingen einen aufgeblähten Bauch. Ein Bäuerchen nach dem Füttern kann helfen, einer Anstauung im Bauch entgegenzuarbeiten.

Hilfreich gegen die Kolik wirken Teesorten aus Fenchel, Anis oder Kümmel. Neben der beruhigenden Wirkung des Tees kann ein Wärmekissen (Kirschkern, oder eine Wärmflasche) den Leib entkrampfen. Damit Kleinkinder besser Luft lassen können, sollten sie in die so genannte Fliegerstellung gebracht werden. Bauchlinks liegend kann die angestaute Luft besser entweichen. Zusätzlich können auch Bauchmassagen durchgeführt werden. Dazu bietet sich ein Kümmelöl an. Auch das Massieren hilft dem Leib, die angesammelte Luft entweichen zu lassen.

Um eine Kolik vorzubeugen sollte darauf geachtet werden, wann und wodurch (z. B. aufblähende Lebensmittel) die Schmerzen auftreten. Weiß man, dass man nach dem Verzehr von Kohl oder Milch reagiert, sollte auf alternative Lebensmittel, wie beispielsweise laktosefreie Nahrungsmittel umgestellt werden. Bei Kleinkindern kann man der Kolik erst vorbeugen, wenn man weiß worauf sie reagieren. Nach dem Füttern sollte das Kind beobachtet werden. Wenn es eine Kolik entwickelt, kann leichter darauf geschlossen werden, wenn man noch weiß, was es zu essen bekommen hat.

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