Kopfschmerzen durch Magenprobleme?

Woman lying on sofa at home with a headache

Kopfschmerzen durch Magenprobleme?

Wer unter Sodbrennen, Verstopfung oder Durchfall leidet, vermutet als Quell allen Übels kaum je den eigenen Kopf. Ebenso wenig scheint eine Nasennebenhöhlenentzündung in Zusammenhang mit Sodbrennen oder anderen Magenbeschwerden zu stehen. Neuen Studien zufolge gibt es aber offensichtlich einen Zusammenhang zwischen Kopfschmerzen und Magen-Darm-Beschwerden. So scheinen insbesondere Migräne-Patienten häufig auch noch andere Magenprobleme zu haben, als die bereits bekannte Übelkeit.

Mögliche Ursachen für Kopf- und Magenschmerzen

Welcher Zusammenhang zwischen Magen- und Kopfschmerzen besteht, ist noch weitgehend unerforscht. Erst neuere Studien aus dem Iran bringen beide Symptome miteinander in Zusammenhang und vermuten verschiedene Ursachen als Auslöser für das gekoppelte Leid. So ist offenbar das Magen-Darm-Beschwerden hervorrufende Bakterium Heliobacter Pylorie nicht allein für Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes verantwortlich. Augenscheinlich löst es auch verschiedene Formen von Kopfschmerzen aus. So leiden vor allem Migränepatienten, die zusätzlich von diesem Bakterium befallen sind, intensiver unter ihrem Schmerz. Diese Erkenntnis kann dazu verhelfen, die Dauer und die Hefitigkeit der Kopfschmerzen bei einem Migräneanfall vorauszusagen. Da dieses Bakterium sehr stark verbreitet ist, ist ein Zusammenhang zwischen Magen-Darm-Erkrankungen und Migräneschmerzen zudem oft sehr wahrscheinlich.

Doch nicht nur das Bakterium kann eine Ursache sein. Auch eine Fehlfunktion des vegetativen (autonomen) Nervensystems oder aber diverse Kopfschmerzmittel kommen als Auslöser in Frage. Vor allem der häufig verwendete Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS) gegen Kopfschmerzen kann negative Auswirkungen auf den Magen haben. Alternativ kann die Ursache aber auch psychischer Natur sein. So klagen Patienten, die unter starken Ängsten oder Depressionen leiden, häufig auch über Magenschmerzen.

Wie finde ich heraus, ob ich betroffen bin?

Um sowohl den Kopf als auch den Magen gesund zu halten, empfielt es sich, auf den eigenen Körper zu achten. Werden bei der Einnahme von ASS oder anderen Kopfschmerztabletten regelmäßig Magenbeschwerden beobachtet, sollte man dies unbedigt dem behandelnden Arzt mitteilen. Allgemein sollten dem Arzt immer sämtliche auftrendene Beschweden mitgeteilt werden, sodass eventuelle Zusammenhänge schneller erkannt und behandelt werden können. Einer iranischen Studie zufolge konnte zahlreichen Magenerkrankten auch hinsichtlich ihrer Kopfschmerzen geholfen werden, nachdem man den Zusammenhang erkannt hatte. Obwohl sich die Forschungen in diese Richtung noch in den Anfangsstadien befinden, besteht also die Hoffnung, dass Kopfschmerz-Erkrankungen zukünftig unter Mithilhe des Magens behandelt und geheilt werden können.

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