Was tun bei Blähungen?

Blähungen entstehen, wenn sich zuviel Luft im Darm befindet. Der unangenehme Geruch, der beim Abgehen der Winde manchmal auftritt, entsteht durch schwefelartige Gase, die von den Darmbakterien produziert werden. Blähungen selbst sind keine Krankheit, sondern ein Symptom, das zum Beispiel bei schnellem Essen, Stress oder falscher Ernähung auftritt.

Speziell Hülsenfrüchte können für starke Blähungen sorgen.

Speziell Hülsenfrüchte können für starke Blähungen sorgen.

In den meisten Fällen wird beim Essen oder Trinken Luft geschluckt, die sich dann im Darm sammelt und entweder durch Winde oder Rülpsen wieder heraus muss. Es gibt aber auch Lebensmittel, die eine erhöhte Gasproduktion im Darm zur Folge haben, dazu gehören zum Beispiel Hülsenfrüchte wie Bohnen, Erbsen oder Linsen, einige Kohlarten wie Weißkohl und Kohlrabi sowie auch Zwiebeln. Schon das morgendliche Müsli mit vielen Nüssen kann zu Blähungen führen, da bei einer plötzlichen Umstellung auf Vollkornprodukte sich der Körper erstmal an die neue Nahrung gewöhnen muss. Übermäßiges, fettes und süßes Essen, Getränke mit Kohlensäure, Alkohol und Kaffee sind weitere Faktoren, die diese Beschwerden auslösen können. Ist der Bauch aufgebläht und können keine oder nur wenig Winde abgelassen werden, spricht man von Meteorismus, dem Blähbauch. Wenn überdurchschnittlich viele Winde abgehen, ist von Flatuenz die Rede.

Krankheiten wie Nahrungsmittelallergien oder -unverträglichkeiten können als Symptom Blähungen hervorrufen, genauso wie das Reizmagen-Syndrom, Störungen der Bauchspeicheldrüse, Verstopfung oder die Nebenwirkungen einiger Medikamente. Blähungen sind zwar im Allgemeinen nicht gefährlich, werden aber vom Betroffenen als unangenehm empfunden. Bei einem aufgeblähten Bauch haben vor allem Frauen das Gefühl, dick auszusehen und schämen sich oft für den vorgewölbten Bauch. Auch in der Öffentlichkeit ist es schwierig, Winde abgehen zu lassen, da dies als anstößig und oft belästigend empfunden wird, vor allem wenn das Abgehen lautstark und geruchsintensiv ist. Die meisten Menschen versuchen, ihre Blähungen zu unterdrücken, was allerdings zu starken Magenschmerzen und Luftbewegungen im Darm führen kann.

Gegen Blähungen vorbeugen kann man, indem man auf blähende Lebensmittel verzichtet, sich regelmäßig bewegt, beim Essen gründlich kaut und sich genügend Zeit nimmt, die Speisen zu verdauen. Wer zu Blähungen neigt, sollte außerdem auf kohlensäurehaltige Getränke verzichten. Um die Blähungen wieder loszuwerden, helfen Medikamente, aber auch einige Hausmittel. Schon eine Wärmflasche oder ein warmes Vollbad können Linderung bringen, Kümmelfrüchte, die im Tee mitziehen, können helfen, genauso wie Gelbwurz-Tee und Fencheltee. Bauchmassagen kreisförmig entlang dem Darm regen zudem das Ablassen der Gase an, was vor allem beim Meteorismus angenehm ist.

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